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Ausstellung
Jårg Geismar. Life in a bottle / 8. September bis 27. Oktber 2012 / Eröffnung: Freitag, 7. September 2012, 18 – 21 Uhr und Samstag, 8. September 2012, 12 – 18 Uhr Jårg Geismar. Life in a bottle / 8. September bis 27. Oktber 2012 / Eröffnung: Freitag, 7. September 2012, 18 – 21 Uhr und Samstag, 8. September 2012, 12 – 18 Uhr
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LIFE IN A BOTTLE . Jårg Geismar

8. September 2012 bis 27. Oktober 2012

Zur Eröffnung der Ausstellung Life in a bottle mit Ar­beiten von Jårg Geismar am Freitag, den 7. September 2012, 18 Uhr, und am Samstag, den 8 September, 12 bis 18 Uhr, sowie dem Hoffest in Kooperation mit Café de Bretagne laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.

Dauer der Ausstellung:
Bis zum 27. Oktober 2012
PRESSEMITTEILUNG

Düsseldorf, den 21. August 2012. Die Ausstellung »Life in a Bottle« zeigt eine Installation gleichen Titels, von Jårg Geismar anlässlich seiner Einzelausstellung im Flandernbunker Kiel im Sommer diesen Jahres entwickelt. Alltagsgegenstände sind seit jeher Fundus für seine Rauminstallationen. Sie repräsentieren die Kultur, Zeit und Gesellschaft des Augenblickes. Die Kunstgeschichte kennt den Rückgriff auf Objekte des täglichen Lebens spätestens seit Marcel Duchamps »Ready Mades«. Pop Art, Joseph Beuys oder Fluxus führen diese Tendenz weiter. Die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts bilden einen Höhepunkt in der künstlerischen Verwertung von Alltäglichem, was nicht weiter erstaunlich ist, denn nach Wiederaufbau und Wirtschaftswunder wird das Handwerk mehr und mehr von industrieller Massenproduktion abgelöst. Insbesondere die uns umgebenden Gebrauchsgegenstände verlieren an regionaler oder produktionstechnisch bedingter Besonderheit. Gleichförmigkeit und Serialität machten schon die Pop Art Künstler zum Thema. Die damit einhergehende Kommerzialisierung von Gesellschaft reizt in den 80er und 90er Jahren eine ganze Genration von Künstlern dazu, dies in den Fokus ihrer Arbeit zu stellen.

Jårg Geismar studierte damals an der Akademie in Düsseldorf und an der New School of Social Research, Parson School of Design in New York. Er ist direkt an dem zeitgenössischen Diskurs über zunehmende Einflüsse industrieller Massenproduktion auf soziale Prozesse beteiligt. International zitieren Künstler die massiv aufscheinende Standardisierung und Kommerzialisierung der sie umgebenden Lebenswirklichkeit. Die documenta 9, 1992 von Jan Hoet kuratiert, belegt den Spirit dieser Epoche.

Geismars Kunst ist konsequent und radikal. Sein auswählender Blick auf die Dinge kann als eine Analyse des Alltäglichen verstanden werden. Gegenstände ihrer eigentlichen Funktion zu entziehen und in einen neuen, künstlerischen Kontext zu stellen, ist kennzeichnend für sein Werk von Beginn an.
Seine Gestaltung belässt die Dinge oft weitgehend unverändert. Nichts zielt auf eine hierarchische Aufwertung des banalen Objektes zum Kunstwerk. In der Präsentation verzichtet der Künstler auf Sockel, Rahmen oder Ähnliches. Flaschen, Plastikfolie oder Wäscheleinen bieten jedem Betrachter die größtmögliche Chance der Wiedererkennung. Eine unwiderstehliche Einladung, genauer hinzuschauen.


»Life in a Bottle«

Glasflaschen hängen an roten Angelschnüren von der Galeriedecke. Durch das klare Glas sind Handzeichnungen Geismars auf roter Cellophan Folie zu sehen. Licht und Transparenz der Materialien werfen farbige Schatten auf den Boden. Eine still dahintreibende Armada rätselhaft schöner Buddelschiffe erfüllt den gesamten Raum der Galerie. Die Poesie einfacher Materialien und ihrer Kombination: klares, transparentes Glas, rote, halbtransparente Folie, rote Schnüre, die zugleich konstruktives Element und rote Linie im Raum sind, bildet den Rahmen für eine Entdeckungsreise, deren Ziel immer wieder die kleinen, kaum zu erkennenden Handzeichnungen im Flascheninneren sind. Der Inhalt dieser ,Flaschenpost« ist nur zu erahnen. Die zusammengeknüllten Folien offenbaren ihre Motive nur widerwillig, machen neugierig. Der Weg durch die Ausstellung wird einerseits von der Aufgabe geprägt, sich in der Ansammlung von Objekten räumlich zu orientieren, das fragile Gleichgewicht der zerbrechlichen Flaschen nicht zu stören und andererseits richtet sich die Aufmerksamkeit auf das Detail, die Zeichnungen. Die Zuwendung gilt wechselweise dem großen Ganzen und dem Einzelnen. Hier offenbart sich Grundsätzliches, wie der Künstler es selbst an anderer Stelle beschreibt: „Das große wie das kleine Kino der Menschen. Alles passiert im Großen genauso, wie im Kleinen.“

Kosmopolit Jårg Geismar entwickelt grundsätzlich eine enge, von Alltag geprägte Verbindung zu den Orten, an denen er arbeitet. Langjährige Aufenthalte, zum Beispiel in Tokyo, New York oder Düsseldorf, ermöglichen ihm dabei das Eintauchen in die Lebenswirklichkeiten seiner Umgebung. Sein Kieler »Seestück« »Life in a Bottle« ist sympathischer Reflex auf den Charakter der Hafenstadt. Flaschenpost und Buddelschiffe sind allgegenwärtig. Doch einige seiner Schiffe kommen von weither. Sie tragen Zeichnungen mit Verweisen auf all die anderen Städte, in denen der Künstler gelebt hat. Hier zeigt sich sein Verständnis von einer globalen Kultur, sein Wille zur Vernetzung. »Life in a Bottle« ist ein weiteres, lokal geprägtes Puzzlestück seines die Welt umspannenden Œuvres.

Ihn in Düsseldorf auszustellen ist per se sinnvoll, denn nach Jahrzehnten der Abwesenheit ist der Düsseldorfer Akademieabsolvent zurückgekehrt und Kreise schließen sich. Doch auch »Life in a Bottle« fühlt sich hier wohl, denn die Schifffahrt, industriell oder touristisch, gehört zu den festen Bestandteilen des Stadtbildes. Die Buddelschiffe der Installation treiben den Fenstern der Galerie entgegen. Nicht lange und sie erreichen den Rhein, dann das Meer... Jårg Geismar stellt seit den 80er Jahren weltweit in Galerien und Museen aus. Im kommenden Jahr zeigt er seine Arbeiten in “The Collector”, Uppsala Konstmuseum, Uppsala, Sweden und anlässlich der Veranstaltungen zur Kulturhauptstadt Europas in der Ausstellung „Le Pont“ im Musée d'Art Contemporain, Marseille.

Rahmendaten
Eröffnung der Ausstellung am Freitag, den 7. September 2012, 18 bis 21 Uhr und Samstag, den 8. September, 12 bis 18 Uhr.
Laufzeit der Ausstellung: 8. September bis 27. Oktober 2012

Für weitere Informationen zu Künstler, Werk oder Galerie wenden Sie sich bitte an:

Patricia Schmuch (Patricia@tzrgalerie.de) oder
Kai Brückner (k.brueckner@tzrgalerie.de)
PRESSEMITTEILUNG DOWNLOAD

Die Pressemitteilung kann als PDF-Dokument unter dem unten stehenden Link gespeichert werden.

Pressemitteilung »Life in a bottle«. 21-08-2012 »
BIOGRAPHIE JÅRG GEISMAR (in English)

1958 Born in Burgsvik, Gotland, Sweden
Lives and works in Düsseldorf, Germany

Education

1986 - 1988 The New School of Social Research Parson School of Design, New York/USA, MFA - Master of Fine Arts
1980 - 1986 Staatliche Kunstakademie Düsseldorf/Germany, Meisterschüler Irmin Kamp

Selected Scholarships and Residencies

2000 AIAV-Akiyoshidai International Artist Village, Yamaguchi, Japan
1998 IASPIS, Stockholm/Sweden
1995 Stiftung Kunst und Kultur des Landes NRW, Düsseldorf, Germany
Künstlerdorf Schoppingen, Schoppingen, Germany
1993 Foundation Cartier, Jouy-en Josas, France
1990 Kunstfonds.e.V., Bonn, Germany 1986 DAAD for New York, USA

Selected Solo Exhibitions

2012 "Life in a bottle" TZR Gallery Kai Bruckner, Düsseldorf/Germany
“Die Blumen der Fremde” Flandernbunker, Kiel/Germany
2011 "ESSENCE" C&H art space, Amsterdam/Holland
"at the market place" TZR Gallery Kai Brückner, Düsseldorf/Germany
2010 "unpredictable" Gallery of Fine Arts Slovenj Gradec/Slovenia
"accidental meeting" GEMAK, Den Haag/Holland
2009 "AQUARIUM", JDZB-Japanese German Centre, Berlin/Germany
"Come Closer" Audi Forum Tokyo/Japan
2008 "with love from... " Gallery HAM, Nagoya/Japan
2007 "nothing fits, everything goes" Jiri Svestka Gallery, Prague/Czech, Republic
Follow me or dont" PM Gallery, Zagreb, Croatia
Phantasy" TZR Gallery, Düsseldorf/Germany
2006 "lost in berlin/lost in tokyo", A.R.T., Tokyo/Japan
2005 "by feet", 7hours/Haus 19, Berlin/Germany
2004 "DAYDREAMING", Jiri Svestka Gallery, Prague/Czech Republic
"Unwissen ist die Phantasie des Wissens" Gallery Gabriele Rivet, Cologne/Germany
2003 "THE OPTIMISTS" Liljevalchs Konsthall, Stockholm/Sweden
2002 "Stille", 7hours TURM/Märkisches Museum, Berlin/Germany
Jarg ar fodd har och min far dog har", BAC-Baltic Art Center, Visby/Sweden
Without you" L.A.Gallery Lothar Albrecht, Frankfurt/Germany
2000 "WE MEET IN :::", The Yamaguchi Prefectural Museum of Art and AIAV-Akiyoshidai
International Artist Village, Yamaguchi/Japan
1999 "Future in Mind", The National Gallery of Bangkok, Bangkok/Thailand
1998 "SPIRIT 104", Hallwylska Museum, ARKIPELAG, Cultural Capital of Europe, Stockholm/Sweden
"LOW BUDGET", Kunsthalle zu Kiel, Kiel/Germany
1995 "Im Westen Nichts Neues", Städtische Ausstellungshalle am Hawerkamp, Munster/Germany
"Bloody Mary", Forderkoje Art Cologne, Cologne/Germany
1994 "PUBLIC COPYRIGHT", Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf/Germany
1992 "CABLES", Gallery Gabriele Rivet, Cologne/Germany
1991 "Clothes Make People", Sagacho Exhibit Space, Tokyo/Japan
Money money come to me" Avtosavodskaja Saal, Moscow/Russia
VESPA", Espai 13, Fundacio Joan Miro, Barcelona/Spain
1990 "Diamonds", Sandra Gering Gallery, New York/USA
1989 "Future is Based on Trust" Gallery Littmann, Basel/Switzerland



Selected Group Exhibitions

2013 "LE PONT", Cultural Capital Europe Marseille, curated by Thierry Ollat, Contemporary Art Museum Marseille and City Marseille/France
2012 "The Collector" curated by Åsa Thornlund, Uppsala Museum, Uppsala/Sweden
2011 "Crisis and Modern Art Manner", TWS-Tokyo Wonder Site at Bethanien, Berlin/Germany
2010 "Coup de Ville"curated by Jan Hoet and Stef van Bellingen, Vierkante Zaal, Sint Niklaas/Belgium
2008 "ITCA Triennial Prague" section curated by Hiroshi Minamishima The National Gallery, Prague/Czech Republic
2007 "Attitude 2007" curated by Hiroshi Minamishima, CAMK- Contemporary Art Museum Kumamoto, Kumamoto/Japan
"Die Kunst zu Sammeln", Museum Kunstpalast, Düsseldorf/Germany
2006 "Flipbook", curated by Christoph Schulz und Daniel Gethmann, Kunsthalle Düsseldorf/Germany and Foto Museum Provincie, Antwerp/Belgium
"Klasse Kamp", Kunsthalle Düsseldorf/Germany
2001 "Escape", 1. Biennale Tirana section curated by Jan-Erik Lundström , Tirana/Albania
2000/01 "Kabinett der Zeichnungen" curated by Kunstfonds ev. Bonn, Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf, Kunstverein Lingen Kunsthalle/ Kunstsammlungen Chemnitz, Kunstverein Stuttgart/ all Germany
2000 7. Biennale di Venezia/architecture, Swiss Pavillon curated by Harm Lux, Venice/Italy
1998 "ARKTIS-ANTARKTIS" curated by Stefan Andreae Kunst- und Ausstellungshalle der BRD, Bonn/Germany
1993 45.Biennale di Venezia, "INBETWEEN", Turkish Pavillon curated by Beral Madra, Venice/Italy
1992 "Sites of Intollerance" curated by Zdenka Gabulova, The Institute of Contemporary Art PS 1 Museum, New York/USA
1991 "L'ecole du Magasin" curated by Grazia Quaroni, Frederic Montornes, David Renaud, Centre National d'art Contemporary de Grenoble, Grenoble/France
1990 "Treibhaus V" curated by Stefan von Wiese Kunstmuseum Düsseldorf/Germany
1989 "Colour and/or Monochrome" curated by Thoru Matsumoto and Masanori Ichikawa, The National Museum of Modern Art, Tokyo and Kyoto/Japan
“German Paper" curated by Kenneth A. Schachter, Sandra Gering Gallery, New York/USA
1986 "unausgewogen" curated by Ingo Kuemmel Kölnischer Kunstverein/Germany
"Standort Düsseldorf" curated by Hans-Werner Schmidt, Marie Luise Syring, Kunsthalle Düsseldorf/Germany

Selected Bibliography

2012 Jens Rönnau. "Jårg Geismar" Kunstforum International no.216, Bonn/Germany
2011 Quaroni, Grazia. “ESSENCE” cat. Amsterdam/Holland
Kozar, Jernej. "unpredictable, recycling the future" cat Slovenj, Gradec/Slovenia
2009 Minamishima, Hiroshi. "Visual philosphy" cat., Berlin/Germany
Elliott, David."Talk with the hands, think with the eyes, just keep walking", cat., Berlin/Germany
2008 Galloway, David. "Jårg Geismar" ARTnews, NewYork/USA
2006 Neumaier, Otto. "Kommunikation über Nicht-Kommunikation", frame no. 18/19, Vienna/Austria
2004 Vogel, Sabiene. "Daydreaming" Artforum International, New York/USA
2002 Haase, Armine. "Traurige Aktualität" Kölnischer Stadtanzeiger, Cologne/Germany
Deschka, Katharina. "Signalrote Erinnerungen", Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurt/Germany
2001 Neumaier, Otto. "Querweltein", frame, Vienna/Austria
1998 Rönnau, Jens. "Ich versuche die Energie der Gesellschaft in die Kunst mit reinzubringen", Kunstforum International, no. 139, Cologne/Germany
Birnbaum, Daniel. "Interview at artnode", artnode, Stockholm/Sweden
1994 Goodrow, Gerard. "Jårg Geismar:Public and Private", Art News, New York/USA
1995 Jocks, Heinz-Norberrt."Short Cuts einer Stadt" Westdeutsche Zeitung, Düsseldorf
Dziewior,Yilmaz."to whom it may..., Jårg Geismar Texte zur Kunst, Cologne/Germany
1989 Raap, Jürgen. "Jårg Geismar" Kunstforum International, Cologne/Germany
Smolik, Noemi. "The moment as it passes it along the cable" APEX, Cologne/Germany
1985 Schmidt-Wulfen, Stephan. "Full House", Kunstforum International, Germany

Selected works in public collections

- The Prefectural Yamaguchi Museum of Art, Yamaguchi/Japan
- The Musashino Library Museum, Tokyo/Japan
- CAMK Contemporary Art Museum Kumamoto, Kumamoto/Japan
- AIAV-Akiyoshidai International Artist Village, Akiyoshidai/Japan
- Hetjens Museum, Düsseldorf/Germany
- Artists Museum, Lodz/Poland
- The Fine Arts Gallery Slovenj, Gradec/Slovenia

Presenting Galleries

- Jiri Svestka Gallery, Berlin/Germany and Prague/Czech Republic www.jirisvestka.com
- TZR Gallery Kai Brückner, Düsseldorf/Germany www.tzrgalerie.de
- L.A.Gallery, Frankfurt/Germany www.lagalerie.de
- Gallery HAM, Nagoya/Japan www.g-ham.com
- C&H art space, Amsterdam/Holland ch-artspace.com
- Freemen gallery, Aardenburg/Holland
- Hashimoto Gallery, Tokyo/Japan

Website: blog.geismar.net
TZR Galerie Kai Brückner

Poststraße 3
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D-40213 Düsseldorf
T +49 (0)211-9 17 44 89
F +49 (0)211-91 749 43
M info@tzrgalerie.de
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