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Ausstellung
Chris Durham . Grenzen . 20.6.2008 bis 30.8.2008 Chris Durham . Grenzen . 20.6.2008 bis 30.8.2008
Exponate Pressetext
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01
Nicosia | 2008 | 1/5 | C-Print/Diasec | ab 290 x 61 cm
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02
Pfosten | 2004 | C-Print/Diasec | 78 x 100 cm | Serie Die Narbe Deutschlands
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03
Kornblume | 2004 | C-Print/Diasec | 78 x 100 cm | Serie Die Narbe Deutschlands
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04
Brücke | 2004 | C-Print/Diasec | 78 x 100 cm | Serie Die Narbe Deutschlands
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05
Turm | 2004 | C-Print/Diasec | 78 x 100 cm | Serie Die Narbe Deutschlands
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06
Wald | 2004 | C-Print/Diasec | 78 x 100 cm | Serie Die Narbe Deutschlands
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07
rübermachen | 2004 | C-Print/Diasec | 78 x 100 cm | Serie Die Narbe Deutschlands
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08
Helmstedt | 2004 | C-Print/Diasec | 78 x 100 cm | Serie Die Narbe Deutschlands
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09
Bahn | 2004 | C-Print/Diasec | 78 x 100 cm | Serie Die Narbe Deutschlands
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10
Karstadt Goslar | 2004 | C-Print/Diasec | 78 x 100 cm | Serie Die Narbe Deutschlands
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11
Platz | 2004 | C-Print/Diasec | 78 x 100 cm | Serie Die Narbe Deutschlands
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12
richtet euch | 2004 | C-Print/Diasec | 78 x 100 cm | Serie Die Narbe Deutschlands
Einladung

Chris Durham . GRENZEN

Zur Eröffnung am 20. Juni 2008 von
18 bis 21 Uhr laden wir Sie herzlich ein.

Dauer der Ausstellung: 20.6.08 - 30.8.2008

TZR Galerie Kai Brückner
Elisabethstr. 42
40217 Düsseldorf
T: +49 (0)211-9174489
F: (0)211-9174943
eMail info@tzrgalerie.de
www.tzrgalerie.de

Di-Fr 14-19 Uhr, Sa 12-16 Uhr


Pressemitteilung

Düsseldorf, den 27. Mai 2008
Am 20. Juni eröffnet die TZR Galerie Kai Brückner die Ausstellung „Grenzen” des britischen Fotografen Chris Durham. Bis zum 30. August sind die Werkgruppe „Die Narbe Deutschlands” und die großformatige Arbeit „Nicosia” in den Räumen der Düsseldorfer Galerie zu sehen.

Chris Durham wandert. Seine Bilder dokumentieren daher weniger Häuser und Landschaften, sondern viel mehr seine eigene physische Anwesenheit an und seinen persönlichen, sehr individuellen Blick auf Orte. Durham wendet sich Orten mit einer für ihn interessanten Geschichte zu. In der aktuellen Ausstellung der TZR Galerie sind es Grenzen. Die Serie „Die Narbe Deutschlands” nimmt die ehemalige deutsch-deutsche Grenze in den Focus und das Einzelwerk „Nicosia” erzählt von der Zypernkrise, der Grenze zwischen Griechenland und der Türkei auf der Insel Zypern.

Der Titel „Die Narbe Deutschlands” zeugt von einer Verletzung, die geheilt ist. Das ehemalige Zonenrandgebiet liegt heute nicht mehr im Blickpunkt des allgemeinen Interesses, sondern ist vielmehr der Bedeutungslosigkeit preisgegeben. 1300km zog sich die Trennlinie zwischen Ost und West durch Deutschland, trennte ein Volk und zwei unterschiedliche politische Systeme. Heute sind die Grenzanlagen niedergeschlagen und verfallen. Chris Durham richtet seine Kamera auf die Bauwerke, die einst die Stärke des sozialistischen Regimes repräsentierten. Auf seiner Wanderung entlang „der Narbe Deutschlands”, trat er auch mit den Bewohnern der Region in Kontakt und führte Interviews mit ihnen. Prägnante Aussagen finden als Zitate Eingang in die Werkgruppe. Der Zyklus besteht aus acht Fotografien und vier Slogans. Während die Fotografien zeigen, wie die ehemalige Grenze immer weniger in der Natur sichtbar sein wird, stechen Schlagwörter, wie „rübermachen” mit unverminderter Präsenz dazwischen hervor und halten das Gespräch über diesen Teil der Deutschen Geschichte wach.

„Nicosia” entstand auf der Insel Zypern, wo seit 1974 der Nord- vom Südteil durch ein 200 km lange Grenze getrennt wird. Anders als in der deutschen „Grenzerfahrung” entstand kein Bilder-Zyklus, sondern nur ein einzelnes Bild, dass für den Künstler die ganze Dramatik der Teilung der Mittelmeerinsel ausdrückt. Der nie in Betrieb genommene internationale Flughafen von Nicosia ist das beeindruckende Zeugnis der zypriotischen Teilung. Das langsam verfallende Flughafengebäude ist das monolithische Motiv in Durhams neuer Arbeit. Der schleichende Verfall der Flughafenarchitektur symbolisiert die Fragwürdigkeit der heute noch immer verhärteten Fronten zwischen Griechenland und der Türkei.
Freigestellt im Bild, ohne sichtbare Umgebung, verhält sich das Gebäude neutral, unparteiisch. Steht ein Flughafen üblicher Weise für die Verbindung von Staaten, für das Zusammenwachsen der heutigen Weltgesellschaft, so verwandelt Durham den "International Airport Nicosia" zu einem Symbol für all die längst gestrigen und langsam aber sicher zerfallenden Systeme politischer Abgrenzung und Isolation.

In der Ausstellung „Grenzen” stehen sich Bilderserie und Einzelbild gegenüber und transportieren die Eindrücke des Zusammenwachsens einerseits und der Teilung andererseits physisch erfahrbar in den Ausstellungsraum. Frontalität wird in der Konfrontation mit einem monumentalen Einzelbild körperlich und Prozesshaftigkeit wird erlebt während der Wanderung entlang der 12 Bildtafeln der „Narbe Deutschlands”.

Der 1964 in London geborene und in Düsseldorf lebende Künstler hat an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Prof. Bernd Becher und Prof. Thomas Ruff studiert und 2002 seinen Abschluss als Meisterschüler von Thomas Ruff gemacht. Parallel arbeitete er als Printer für Bernd und Hilla Becher. Dokumentarisch ist der Stil seiner Fotografien. Der Aspekt der Bewegung jedoch, die eigene Wanderung und damit die eigene körperliche Vergegenwärtigung der Orte ermöglichen es Durham, seine Bilder mit einem individuellen Blick aufzuladen und so das Einzelbild dem Projekt/Konzept unterzuordnen.

Die TZR Galerie Kai Brückner befindet sich seit 2006 in den Räumlichkeiten in Sichtweite des Museums K21. Gegründet wurde die Galerie 1997 in Bochum, im Namen gebenden Technologie Zentrum Ruhr. Nach vier Jahren in unmittelbarem Kontakt zum Kunsthistorischen Institut der Ruhruniversität Bochum zog es den Galeristen in die Nachbarschaft des Museums Bochum. Im September 2006 folgte dann der Umzug in die Elisabethstrasse 42 hier in Düsseldorf.

Für weitere Informationen zur Ausstellung kontaktieren Sie bitte Julia Baumgartl in der Galerie unter info@tzrgalerie.de oder 0211/9174489.

Zu einer Vorbesichtigung der Ausstellung am Donnerstag, den 19. Juni laden wir Sie herzlich ein. Einen Termin machen Sie bitte telefonisch oder per Mail aus.

Daten
Chris Durham - Grenzen
Eröffnung: Freitag, 20. Juni | 18 - 21 Uhr
Laufzeit: 21. Juni bis 30. August 2008
Öffnungszeiten: Di. - Fr. 14 - 18 Uhr
Sa. 12 - 16 Uhr
INVITATION

Chris Durham . GRENZEN

On June 20th 2008 the Exhibition "Grenzen" (Borders) by the British photographer Chris Durham will open at TZR Galerie Kai Brückner, Düsseldorf. Until August 30th the Group "Die Narbe Deutschland" /The German Scar) and the single image "Nicosia" will be shown in the gallery.

Chris Durham is interested in places of historical importance. In the current exhibition at the TZR Gallery he is focussing on borders.

The piece of work "Die Narbe Deutschlands" is a series of photographs that focus on the former border between East and West Germany, whilst the single image of "Nicosia" represents the UN Buffer-Zone between the Greek and Turkish parts of Cyprus.

The title "Die Narbe Deutschlands" ("The German Scar") describes an injury that is now in the progress of heeling. The former borderline is no longer of any great importance but it was this 1300 km long division of East and West Germany that up until 1990 divided not only the German people but also two political systems. The border can nowadays hardly be seen, but it is these few relics of the past that Chris Durham concentrates on. The series consists of eight photographs and 4 text images. The text images are quotation extracts from interviews that the artist carried out with local people, who had a personal relationship to the region, both pre- and post German reunification.

"Nicosia" was produced on the Mediterranean island Cyprus. Since 1974 the northern and southern part of the island have been divided by a roughly 200 km long UN Buffer Zone. Chris Durham decided to portrait the drama of the divided island in a single large-scale image. The purpose built passenger terminal at Nicosia International Airport has remained unused since the Turkish invasion of 1974. This building has become the monolithic image that represents the conflict between the two neighbouring nations.

In the picture the slowly decaying building has been isolated from it's surroundings, making it neutral and impartial. The airport, which is normally a symbol of mobility and of connecting nations has in Durham's work "Nicosia" become a symbol of division.

In the exhibition "Grenzen" both a series of images and also the single image are on display. Both capabilities of a border, the dividing but also the growing together can be experienced .

Chris Durham, born 1964 in London, lives and works in Düsseldorf. He studied at the Academy of Arts in Düsseldorf by Prof. Bernd Becher and Prof. Thomas Ruff. He completed his studies in 2002 as a Master Student of Thomas Ruff. Parallel Chris Durham has worked as an assistant of Bernd and Hilla Becher. The style of Durham's work is documentary but the special closeness to the subject matter which is present is visible in his individual viewpoint and image choice.
LEBENSLAUF

Geboren: 04. Mai 1964
In: London, England

Studium
1994-2002 Kunstakademie Düsseldorf, Photographie-Klasse bei Prof. Bernd Becher und Prof. Thomas Ruff.
2002 Meisterschüler bei Prof. Thomas Ruff
Seit 2002 Assistent bei Prof. Bernd und Hilla Becher
Seit 2006 Lehrbeauftragter für Photographie an der HfG in Karlsruhe

Stipendien
2002 Auslandsstipendium Paris, Deutsches Forum für Kunstgeschichte, Paris
2003 Wüstenrot Stiftung, Dokumentarfotografie
Förderpreis 2003/2004

Ausstellungen (Auswahl)
1996 Galerie Annelie Brusten, Pavillon, Wuppertal
1997 Artoll-Labor 97, Bedburg-Hau
1998 SK Stiftung Kultur Sonderschau, Art Cologne, Köln
1999 »Landschaftsbilder junger Fotografen«, Düsseldorf
1999 »Gehen als Erinnern«, Münster
2000 »Durchreise« Künstlerhaus Bethanien, Berlin
2000 »Umgebungen Natur in der Fotografie«, Cloppenburg
2002 »aus der Klasse Ruff« Galerie Haus Schneider, Karlsruhe
2002 »Airport Art«, Airport Gallery, Frankfurt
2003 European Art Expo, TZR Galerie, Düsseldorf
2004 »La Place des Victoires«, Goethe Institut, Paris
2004 »La Place des Victoires«, Galerie Trabant, Wien
2004 »City Crossings«, Max-Planck-Institut, Köln
2006 »Zeit Raum Bild, Kulturforum, Berlin
2006 »Die Narbe Deutschlands«, Museum für Photographie, Braunschweig
2006 »Zeit Raum Bild, Fotomuseum, München
2006 Wüstenrot Stiftung Dokumentarfotografie, Kunstverein Hof
2007 »Die Narbe Deutschlands«, Historisches Museum, Frankfurt
2008 Zeiten und Räume, Neues Kunsthaus, Ahrenshoop
CV

Date of birth: 04. May 1964
In: London, England

Education
1994-2002 Academy of Arts, Düsseldorf, Fine Arts Photography class of Prof. Bernd Becher and Prof. Thomas Ruff
2002 Master student of Thomas Ruff
Since 2002 Assistant of Prof. Bernd and Hilla Becher
Since 2006 Lecturer for Photography at the HfG in Karlsruhe

Scholarships and Awards
2002 German Forum for the History of Art, Paris
2003 Wüstenrot award for Documentary Photography

Exhibitions (selection)
1996 Galerie Annelie Brusten, Pavillon, Wuppertal
1997 Artoll-Labor 97, Bedburg-Hau
1998 SK Stiftung Kultur Sonderschau, Art Cologne, Köln
1999 »Landschaftsbilder junger Fotografen«, Düsseldorf
1999 »Gehen als Erinnern«, Münster
2000 »Durchreise« Künstlerhaus Bethanien, Berlin
2000 »Umgebungen Natur in der Fotografie«, Cloppenburg
2002 »aus der Klasse Ruff« Galerie Haus Schneider, Karlsruhe
2002 »Airport Art«, Airport Gallery, Frankfurt
2003 European Art Expo, TZR Galerie, Düsseldorf
2004 »La Place des Victoires«, Goethe Institut, Paris
2004 »La Place des Victoires«, Galerie Trabant, Wien
2004 »City Crossings«, Max-Planck-Institut, Köln
2006 »Zeit Raum Bild, Kulturforum, Berlin
2006 »Die Narbe Deutschlands«, Museum für Photographie, Braunschweig
2006 »Zeit Raum Bild, Fotomuseum, München
2006 Wüstenrot Stiftung Dokumentarfotografie, Kunstverein Hof
2007 »Die Narbe Deutschlands«, Historisches Museum, Frankfurt
2008 Zeiten und Räume, Neues Kunsthaus, Ahrenshoop
TZR Galerie Kai Brückner