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Ausstellung
Tobias Trutwin: halbfinal - set the controls to the heart of the son. 9. November 2012 bis 5. Januar 2013. Eröffnung: 9. November 2012, 18  21 Uhr Tobias Trutwin: halbfinal - set the controls to the heart of the son. 9. November 2012 bis 5. Januar 2013. Eröffnung: 9. November 2012, 18  21 Uhr
Exponate Pressetext
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Einladung
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WV 3.1 | 45 x 37,8 cm
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blue universe 1.1 | 101,25 x 180 cm
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himmelsstück 1.1 | 180 x 101,25 cm
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kindsmord | 105,24 x 160 cm
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magiestück 1.1 | 180 x 101,25 cm
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unsere dame dolorodes of nagasaki mit perlenohrringen | 80 x 61,44 cm
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waldstück 1.2 | 180 x 101,25 cm
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Ausstellungsansicht
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Ausstellungsansicht
HALBFINAL - set the controls to the heart of the son. Tobias Truwin

9. November 2012 bis 5. Januar 2013

Zur Eröffnung am Freitag, den 9. November 2012, 18 – 21 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.

Es spricht Dr. Guido Schlimbach, Kunst-Station Stankt Peter, Köln.

Im Rahmen des Kunst in der Carlstadt-Wochenendes öffnen wir Samstag, den 10. November 2012 von 12 bis 18 Uhr. Wir danken der Collection Lingenauber für die freundliche Unterstützung.

Dauer der Ausstellung:
Bis zum 5. Januar 2013
PRESSEMITTEILUNG

Düsseldorf, den 21. August 2012.
Tobias Trutwin studierte seit 1990 zunächst Kommunikationsdesign an der Uni Essen und später Kunst bei Astrid Klein an der Kunstaka­demie Leipzig. Die Anwendung digitaler Bildver­arbeitung verbreitete sich in diesen Jahren in Studentenkreisen flächendeckend. Modern ausgestattete Fotolabors folgten den Anforde­rungen der Werbeindustrie und boten zuneh­mend die Möglichkeit, Bilddateien auf vielfäl­tigsten Bildträgern auszugeben. Trutwin entwarf seine Arbeiten zu Hochschulzeiten häufig als Leuchtkasten und entwickelte ab 1998 vor der Wand ‚schwebende‘ Glasbilder, die bis heute ein unverkennbarer Widererkennungsfaktor seiner Kunst sind.

Die Begegnung mit dem ‚Bethlehemitischen Kindermord‘ von Peter Paul Rubens in der Alten Pinakothek, München war dem Berliner Künstler Tobias Trutwin Anstoß für sein neuestes Aus­stellungsprojekt mit dem Titel ‚halbfinal – set the controls to the heart of the son‘ in der TZR Galerie Kai Brückner.

Beeindruckt von der barocken Wucht von For­men und Farben angesichts einer der schauer­lichsten Szenen der biblischen Erzählung, richtet sich das Interesse des Künstlers auf die Geis­teswelt des 17. und 18. Jahrhunderts. Gottfried Wilhelm Leibniz entwickelte damals auf der Suche nach einer metaphysischen Erklärung für die Entstehung allen Seins, also für den Über­gang aus der reinen Möglichkeit in Wirklichkeit, die ‚Monadologie‘. Eine Art Teilchenphysik, deren kleinstes Element die Urmonade, er das ‚Gottesteilchen‘ nannte. Dieser Begriff verbindet den barocken Leibniz mit der heutigen Teil­chenpyhysik, da Physiker weltweit gerade die Entdeckung des Higgs Boson, im Volksmund ‚Gottesteilchen‘, feiern. Es ist der lange gesuch­te empirische Beweis, dass Masse durch Entschleunigung entsteht. Hierfür zeichnet das moderne, jetzt nachgewiesene ‚Gottesteilchen‘ verantwortlich. Derlei Vor und Zurück auf der Zeitachse bezeichnet die ideelle Struktur der Ausstellung. Tobias Trutwin agiert multimedial. Neonschriften, Glasbilder und sogar ein Ölge­mälde von Jacopo Zucchi (16. Jhd.) knüpfen ein Netz intellektueller Verbindungen zwischen der historischen Hochzeit für naturwissenschaftliche Entdeckungen und der Jetztzeit. Weniger das einzelne Werk, als vielmehr ein Reichtum an Assoziationen, gespickt mit faktischen Verbin­dungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart, steht im Zentrum der Show. Besucher sind aufgefordert, am gedanklichen Spiel mit der Vorstellung von Unvorstellbarem, wie etwa der Unendlichkeit, der Frage nach dem Beginn, dem Urknall oder der sogenannten ‚Schwarzen Materie‘ teilzuhaben.

Trutwin legt Spuren, denen zu folgen nur ein Anstoß sein soll. Seine Ausstellung setzt den Geist in Bewegung. Die Dimensionen sind Raum und Zeit, wie etwa in der Arbeit ‚Blue Universe‘, vor der man dem Blick des Hubble Teleskops folgen kann. Die Geschwindigkeit des Lichtes ermöglicht Wissenschaftlern, derartige Bilder auszuwerten. Es ist sicher Zufall, aber genau am 9.11.1676, am Tage der Ausstellungser­öffnung vor 336 Jahren, also mitten im Barock, gelang dem dänischen Wissenschaftler Ole Rømer der empirische Nachweis von Lichtge­schwindigkeit.

Licht ist Hauptgestaltungsmittel der trutwinschen Neonarbeiten ‚Ablösung‘ und ‚set the control to the heart of the son‘. Einen Blick in das späte 16. Jahrhundert, in das Schlafgemach von Kar­dinal Ferdinando de Medici, bietet das Gemälde des Künstlers Jacopo Zucchi, ‚Die drei Grazien‘. Trutwin integriert diesen ‚Alten Meister‘ in seine Präsentation - auf dessen Oberfläche treffen sich die Blicke des damaligen Papstes mit de­nen der Ausstellungsbesucher. Für das Bild ‚WV1.1‘ stand die Venus von Willendorf Model, eines der ältesten Kultgegenstände der Menschheit.

Selbstverständlich begegnet man auch dem ‚Kindsmord‘, einer trutwinschen Adaption des Gemäldes aus München. Ins Ungegenständliche abstrahiert, verweigert der Künstler eine Rekon­struktion der leidvollen Szene. Dieser Strategie folgen die Bilder ‚Himmelsstück‘, Waldstück‘ und ‚Magiestück‘. ‚Unsere Dame Dolorodes of Nagasaki‘ dagegen vereint symbolhaft die Por­traits dreier für ihre ‚Leidensfähigkeit‘ weltbe­rühmter Frauen: die Vampirfrau (meist täto­wierte Frau der Welt), Elaine Davidson (die meist gepiercte Frau der Welt) und Our Lady of Nagasaki, eine Madonnen­ figur, die den Bom­benabwurf von Nagasaki zum Teil überstand.

Trutwins Arbeiten wurden vielfach in Museen und Kunstvereinen ausgestellt, so etwa im Museum Kunst Palast, Düsseldorf, dem Kunstraum Mor­genstrasse, Karlsruhe oder dem Kultur­zentrum bei den Minoriten, Graz. Sie befinden sich in Sammlungen in den USA, Südamerika und Europa. Zur Eröffnung spricht Dr. Guido Schlimbach, Kunst-Station Sankt Peter, Köln.

Wir danken der Collection Lingenauber für die freundliche Unterstützung.

Für weitere Informationen zu Künstler, Werk oder Galerie wenden Sie sich bitte an:

Patricia Schmuch (Patricia@tzrgalerie.de) oder
Kai Brückner (k.brueckner@tzrgalerie.de)
PRESSEMITTEILUNG DOWNLOAD

Die Pressemitteilung kann als PDF-Dokument unter dem unten stehenden Link gespeichert werden.

Pressemitteilung »Halbfinal«. 21-08-2012 »
KUNST IN DER CARLSTADT (11-2012)



Eine Broschüre zum Thema Kunst in der Carlstadt kann als PDF-Dokument unter dem unten stehenden Link gespeichert werden.

Broschüre »Kunst in der Carlstadt«. November 2012 »
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