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Ausstellung
Kristian Kozul . I smile USA . 23. Mai bis 18. Juli 2009
Exponate Pressetext
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I USA | Einladungskarte | 23.5 - 18.7.2009 | Eröffnung: 23.5.2009 (18 H)
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I USA | Preview auf der Langen Nacht der Düsseldorfer Museen
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Invisible Cowboy
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The Beautiful
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Ausstellungsansicht
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Stardust
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Stardust | Detailansicht
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Stardust | Detailansicht
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Anonymous
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Stardust | handheld stardust | video (embedded flash)
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Stardust | The Curse of Marylin Monroe | video (embedded flash)
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Stardust | Wild West | video (embedded flash)
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Stardust | The Benediction of Jenna Jameson | video (embedded flash)
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Stardust | The Prophet | video (embedded flash)
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Stardust | Celeb overload | video (embedded flash)
Einladung

Kristian Kozul . I USA

Zur Eröffnung am 23. Mai 2009 von
18 bis 21 Uhr laden wir Sie herzlich ein.

Dauer der Ausstellung: 23.5.09 - 18.7.2009

Der Künstler ist bereits in den 14 Tagen vor Eröffnung zum Aufbau der Ausstellung anwesend und steht gerne für Interviews zur Verfügung.

TZR Galerie Kai Brückner
Elisabethstr. 42
40217 Düsseldorf
T: +49 (0)211-9174489
F: (0)211-9174943
eMail info@tzrgalerie.de
www.tzrgalerie.de

Di-Fr 14-19 Uhr, Sa 12-16 Uhr


Pressemitteilung

Düsseldorf, den 3. April 2009
In Kristian Kozul tickt eine innere Uhr. Sie schickt ihn auf Wanderschaft. Seine Affinität zur Auseinandersetzung mit widersprüchlichsten Kulturen - und kultureller Widersprüchlichkeit - scheint ihm als kroatischem Künstler wie in die Wiege gelegt zu sein.

Keine Kultur ist multikultureller und damit irritierender, kontroverser als die Amerikanische. Kristian Kozul hat sich vor einigen Jahren in New York niedergelassen. Hier stößt er auf neue Werte, ein neues Leben, neue Motive, aber - in der Tradition aller „Auswanderer“ - bringt er auch einen eigenen stilistischen Fundus mit. In seinen neuen Arbeiten, überwiegend entstanden in den letzten beiden Jahren, konfrontiert feinste, kleinteilige orientalische Ornamentalistik die derbe Symbolik der Insignien männlicher Virilität des amerikanischen Weltbildes mit skurrilen Brüchen.

Sattel und Hüte des einstigen amerikanischen Helden werden geradezu „entmannt“, bemantelt mit kostbarstem Glitzer und Glamour. Der „American Dream“ Kozuls wird zu einem persönlichen „Amerikanischen Alb-Traum“. Wie volkstümliche Reliquienschreine sind seine skulpturalen Arbeiten auf den ersten, etwas ferneren Blick aufgebaut. Mit äußerstem Fleiß montiert, werden aufwendigste Devotionalien verwoben und folgen einem „Schönen, Reinen, Guten“ bis zur vermeintlichen ästhetischen Ekstase. Zugleich werden mit den Objekten - wie beispielsweise dem sich drehenden Sattel mit Hut („The Invisible Cowboy“) - plakative Halbwelten einer sexualisierenden Machokultur assoziiert, die vielmehr an Casinos, Verführung und Las Vegas Showgirls erinnern - eine „schnelle Nummer“, schnell gewonnen, schnell verloren. Erhabene Schönheit und niederschmetternde Hässlichkeit sind die Stoffe, die Kristian Kozuls Arbeiten zusammenhalten.

Ein Werk wird „vollständig von denjenigen gemacht, die es betrachten oder lesen und die es, durch ihren Beifall oder sogar durch ihre Verwerfung, überdauern lassen.“ sagt Marcel Duchamp 1956 in der Begründung seiner Idee eines „Readymades“ in der Kunst als ihrer Gegenbewegung.

Auch Kristian Kozul arbeitet mit klassischen Bauteilen des Readymade. Er verwendet ausschließlich vermeintlich banale (Alltags-)Gegenstände zur Konstruktion seiner Raum- und Wandskulpturen. Doch welche Freiheit hat der Betrachter bei näherem Hinsehen? Kann er - angesichts der ihn ereilenden Verblüffung, wenn er realisiert, woraus die Dinge in Wirklichkeit bestehen und was sie bedeuten könnten - noch entscheiden, was er sehen möchte?

Es ist - formal gesehen - ein Grenzgang zwischen Kunst und Kitsch, den Kristian Kozul dem Betrachter zumutet, aber mehr noch liegen die Freuden und Schrecken in der Perzeption seiner Werke zwischen menschlichem Bewusstsein und Unterbewusstsein, zwischen Freud'schem „Über-Ich“ und „Es“, Moral und Triebhaftigkeit, Gut und Böse. Ist die Ikonographie seiner Arbeiten kulturell getrieben vom Verlangen nach Höherem, Besserem, so greift der tiefe Fall in die Realität übergeordnet und unabhängig von der individuellen Vita des Künstlers oder der des Betrachters. Dieser Aspekt ist besonders bei diesen, den amerikanischen Werken, besonders wirksam. Kultur trifft auf „UnKultur“, „Beauty of Opulence“ auf „Low Culture Esthetics“ (Kristian Kozul, 2009).

Aus dem künstlerischen Akt entsteht eine Kunst mit einer tiefgreifenden universellen sozialen Moral. In diesem Moment der Erkenntnis liegt die unverwechselbare, sehr aktuelle und hohe Qualität der Arbeiten von Kristian Kozul.

Kurz-Biographie
Kristian Kozul wird 1975 in München geboren. Er studiert von 1993 bis 1996 zunächst Freie Kunst an der Hochschule für Bildende Künste in Zagreb, Kroatien, kehrt dann nach Deutschland zurück und setzt sein Studium von 1997 bis 2002 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Professor Kounellis und Professor Kamp, Bildhauerei, fort.

Kristian Kozul lebt und arbeitet heute in New York City. Auf der Biennale für junge europäische Kunst in Rom 1999 fanden seine dort erstmalig präsentierten Arbeiten die interessierte Beachtung durch ein internationales Publikum. Seither wurden Kozuls Arbeiten in diversen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt.

2006 widmete das Museum of Contemporary Art in Zagreb ihm eine Einzelausstellung. Seine Arbeiten wurden außerdem in der Künstlervereinigung MAERZ in Linz, auf der Beijing Bienniel of Contemporary Art sowie im P.S. 1 Contemporary Art Center, Long Island City, New York, der Galerie Anhava, Helsinki/Finnland, sowie in Galerien in der Schweiz, den USA, den Niederlanden, Italien, Österreich und Deutschland präsentiert.

Daten
Kristian Kozul . I [smiley] USA
Eröffnung: Samstag, 23. Mai 2009 | 18 - 21 Uhr
Laufzeit: 23. Mai bis 18. Juli 2009
Öffnungszeiten: Di. - Fr. 14 - 18 Uhr
Sa. 12 - 16 Uhr

Download
Die Pressemitteilung zum Download (PDF) finden Sie unter diesem Link »

Pressekontakt
harms & nicolai
projektbüro für text, gestaltung und marketing
Marianne Harms-Nicolai
Von-Werth-Straße 14
50259 Brauweiler
++ 49 (0) 2234 - 98 99 338 Telefon
++ 49 (0) 177 - 97 46 600 Mobil
projektbuero@harms-nicolai.de

www.projektbuero-text-marketing-gestaltung.de
www.harms-nicolai.de
Inivitation

Kristian Kozul . I USA

Opening on May 23 2009
From 6 to 9 pm

From May 25 to July 18, 2009.

The artist will be present for the setup of the exhibition 14 days before the opening and will gladly be available for interviews.


Press release

Düsseldorf, April 6th, 2009
A biological clock ticks inside Kristian Kozul. It sends him on wanderings. The affinity to deal with contradictory cultures - and cultural contradictions - seems to have been laid into this Croatian artist's cradle.

No culture is more multicultural, and thereby more irritating and controversial than the American. A few years ago, Kristian Kozul settled in New York City. Here he is confronted with new values, a new life, new motifs, but in the tradition of all "emigrants", he also brings his own stylistic inventory with him. In his new works, mostly developed in the past two years, subtle and detailed oriental Ornamentalist is confronted with the insignia of masculine virility in the American world view which results in a scurrile breach.

The saddle and hat of the former American hero are virtually "emasculated", by a coating of precious glitter and glamour. Kozul's "American Dream" is transformed into a personal "American Nightmare". At a first glance from a certain distance, his sculptural works appear structured as folklore reliquary. Assembled with extreme diligence, these elaborate devotional objects are interwoven, following the "beautiful, immaculate, good", all the way up to the alleged aesthetic ecstasy. The objects, the rotating saddle with a hat ("The Invisible Cowboy") for example, are associated with striking demimondes of a sexualizing macho culture, reminding us of Casinos, seduction, and Las Vegas showgirls, and the "quickie", easy gain, easy loss of the American seduction. Sublime beauty and devastating ugliness are the substances, which hold Kristian Kozul's work together.

A work of art is "[...] completely made by those who contemplate or read it and who, by their applause or even by their rejection, allow it to outlive." Marcel Duchamp states 1956 in his argumentation for his idea of a "Readymade" in Art as its counter movement.

Kristian Kozul also works with classical components of the Readymade. He exclusively employs banal (everyday) objects in the construction of his room and wall sculptures. But what freedom does the spectator have when looking more closely? Can he, considering the bafflement he is overcome with when realizing what the objects are actually made of and what they could therefore mean, decide for himself what he effectively wants to see?

Formally, what Kristian Kozul confronts the viewer with is a borderline between art and kitsch, but furthermore the joys and horrors rest within the perception of his work between human consciousness and unconscious, between Freud's "Über-Ich" and "It", ethics and instinct, good and evil. While the iconography of his work is culturally driven by the desire for something superior, better; and independent of the artist's or the observer's individual vita; they are both subordinated to a deep fall into reality. This aspect is particularly efficient in these American works. Culture encounters "Unculture", "Beauty of Opulence" encounters "Low Culture Aesthetics" (Kristian Kozul, 2009).

An art emerges from this artistic act, which is characterized by a profound universal social ethic. In this moment of insight lies the distinctive, contemporary and excellent work of Kristian Kozul.

Short Biography
Kristian Kozul is born 1975 in Munich, Germany. From 1993 to 1996 he studies Art at the School of Fine Arts in Zagreb, Croatia, then returns to Germany and continues his studies from 1997 to 2002 at the Academy of Fine Arts in Düsseldorf with Professor Kounellis and Professor Kamp, in sculpture.

Today, Kristian Kozul lives and works in New York City. At the Biennale for young European art in Rome 1999, where he participates for the first time, he receives the interested attention of an international audience. Since then, Kozul's work has been shown at diverse group and solo exhibitions.

In the year 2006 the Museum of Contemporary Art in Zagreb dedicated a solo exhibition to him. His work has also been presented at the group of artists MAERZ exhibition in Linz, at the Beijing Biennale of Contemporary Art, as well as at the P.S. 1 Contemporary Art Center in Long Island City, New York, the Anhava Gallery in Helsinki, Finland and in galleries in Switzerland, USA, the Netherlands, Italy, Austria and Germany.

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